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Biotin
Biotin: Biotin wurde ursprünglich als Vitamin H bezeichnet und gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Biotin wird von Mikroorganismen gebildet und eine weitgehende intestinale Versorgung ist gewährleistet. In pflanzlichem Material befindet sich Biotin vor allem in den Blättern. Biotin ist Coenzym von Enzymen, die Carboxylierungsreaktionen katalysieren. Biotin abhängige Reaktionen sind somit bedeutsam bei der Fettsäuresynthese, im Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel. Auf Grund der hohen mikrobiellen Synthese im Verdauungstrakt ist die Untersuchung von Mangelsymptomen erschwert. Mangelerscheinungen werden in der Literatur nur bei Geflügel beschrieben. Bei experimentell herbeigeführtem Biotinmangel wurde eine verminderte Gluconeogenese, ein reduzierter Kaliumgehalt in der Muskulatur, ein verminderter Ribonukleinsäuregehalt in der Leber, schorfige Dermatitis, Haarverfärbung und -ausfall, Lähmungen, sowie eine gestörte Reproduktion und Laktation beobachtet.
